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Heute liegen nur noch die zerschlagenen Rumpfüberreste der Fregatte auf dem Grund der Ostsee als stumme Zeugen der dramatischen Ereignisse des Jahres 1718.
Erst durch archäologische Untersuchung und Ausgrabung können diese "stummen Zeugen" zum Sprechen gebracht werden. Zahlreiche gut erhaltene Funde aus allen Lebensbereichen liefern ein lebendiges Bild vom Leben an Bord eines kleinen dänischen Kriegsschiffes im 18. Jahrhundert.
Neben Waffen und anderem Kriegsmaterial sind auch Gegenstände aus der Schiffsküche und Teile aus dem persönlichen Hab und Gut von einfachen Seemännern und Offizieren erhalten.
Wie eine Zeitkapsel liefert das Schiffswrack eine Momentaufnahme des Alltagslebens im 18. Jahrhundert.
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 Aufsicht auf das Wrack der Mynden Copyright 2000 Jens Auer
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Der 15m lange und 5m breite erhaltene Teil des Schiffsrumpfes der Mynden liegt in NO-SW Ausrichtung 20m nördlich des Arkona Hauptriffs. Die teilweise ergrabene Kombüse und der in Nähe liegende Anker lassen den Bug des Schiffes im Nordwesten vermuten.
Das Schiff war kraweel aus Eiche gebaut. Die Planken waren mit hölzernen Nägeln auf den Spanten befestigt.
Der gesamte Wrackkörper ist mit einem Konglomerat aus Steinen und eisernen Ballastteilen bedeckt. Auffällig sind 7 zerteilte Geschützrohre verschiedener Kaliber und mehrere große eiserne Hohlkugeln oder Bomben mit Durchmessern von 40-50cm, sowie zwei gusseiserne Vollkugeln und ein Schildzapfen.
Unbrauchbar gewordene Geschützrohre und Munitionsteile als Ballast zu verwenden war eine gängige Praxis. Die großen eisernen Hohlkugeln waren vermutlich mit Sand gefüllt.
Im Umfeld des Wracks gibt es größere Fundbereiche mit Streufunden.
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 Ballast Kanonen am Wrack Copyright 2000 Jens Auer
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Unweit der erhaltenen Rumpfschale befinden sich neben den Überresten der Kombüse auch ein Anker, eine Rüstjungfer, ein größeres hölzernes Konstruktionsteil bei dem es sich um den Galionslieger handeln könnte, und unzählige Kleinfunde.
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